Nachrichten aus unserer Arbeit - Bildungsarbeit mit Jugendlichen

Teilnehmende der Referent*innenschulung im Juni 2026 stehen vor der Eingangstür des IGLU

© FEMNET

Referent*innenschulung „Futures Literacy für die Modeindustrie“

Am 21. Juni 2026 fand die Referent*innenschulung „Futures Literacy für die Modeindustrie“ zum neuen Bildungsprojekt „Stoff für morgen“ statt. Insgesamt 14 Teilnehmende erhielten eine Einführung in das Konzept der Futures Literacy und lernten Methoden kennen, mit denen sie Schüler*innen dabei unterstützen können, Zukunft aktiv zu gestalten.

Ausgangspunkt des Bildungsformats ist die Frage, wie eine global gerechte Modeindustrie aussehen könnte. Die Bekleidungsindustrie ist heute vielfach von ökologischer und sozialer Ausbeutung, geschlechtsspezifischer Gewalt und ungleichen Machtverhältnissen geprägt. Um Veränderung denkbar und möglich zu machen, braucht es die Fähigkeit, Zukunft als offen und gestaltbar wahrzunehmen. Genau hier setzt das von FEMNET entwickelte Bildungsformat an: Gemeinsam mit Schüler*innen sollen Zukünfte für eine faire und nachhaltige Modeindustrie entwickelt und Handlungsmöglichkeiten für gesellschaftlichen Wandel aufgezeigt werden.

Im Rahmen der Schulung wurde das neue Format vorgestellt und gemeinsam erprobt. Die Teilnehmenden setzten sich mit den Grundlagen der Futures Literacy auseinander und reflektierten deren Bedeutung für die Bildungsarbeit an weiterführenden Schulen. Ziel war es, Referent*innen zu befähigen, die Zukunftsgestaltungskompetenzen junger Menschen zu fördern.

Im Mittelpunkt standen praxisorientierte Methoden der Zukunftsbildung. Dazu gehörten unter anderem Szenarioübungen, die unterschiedliche Zukünfte sichtbar machen, sowie die Arbeit mit Personas, die verschiedene Perspektiven auf Herausforderungen und Chancen in der Modeindustrie eröffnen. Darüber hinaus gab es Raum für den Austausch eigener Erfahrungen und Methoden sowie für die Klärung praktischer Fragen rund um die Bildungsarbeit.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Metadiskussion über die erprobten Ansätze und ihre Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext. Dabei entstand ein lebendiger Austausch mit spannendem und konstruktivem Feedback der Teilnehmenden. Besonders positiv hervorgehoben wurden die kreativen Perspektivwechsel, die durch die Methoden ermöglicht werden, sowie das Potenzial von Futures Literacy, junge Menschen zu mehr Zuversicht, Handlungsfähigkeit und aktiver Teilhabe an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen zu befähigen.

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